Wartezeiten als Ärgernis (10.01.2011)

Für C-Liga-Schlusslicht FC Oestrich, das aus 14 Spielen erst einen Sieg eingefahren hat, geriet das Turnier zur kleinen Frischzellen-Kur. Siege über den TV Idstein und im hitzigen Duell mit dem TuS Huppert bescherten dem Rheingauer Underdog die Endrunden-Teilnahme. Gleichzeitig kam Steffen Krause nach kurierter Außenband- und Sprunggelenk-Verletzung zu seinem ersten Einsatz in dieser Runde: „Es macht Spaß in der Halle und die Vorrundensiege bringen bestimmt Schwung. Ich bin sicher, dass wir draußen noch einige Dreier einfahren werden.“
Auf wenig Gegenliebe stießen die teilweise bis auf zweieinviertel Stunden ausgedehnten Spielpausen am Endrundentag. Steffen Krause regt eine Vorausscheidung der Untertaunus- und Rheingau-Vereine an. Orlens Torjäger Damian Maciol ergänzte: „Die Wartezeiten sind am Schlusstag schon sehr lang. Überhaupt herrscht nicht mehr die Stimmung vergangener Jahre.“ Wobei das Orlener 2:1 im Taunussteiner Derby gegen Bleidenstadt eine Ausnahme bildete - es war eins der besten Spiele.
Fußballwart Gerhard Rüppel nahm den Faden auf: „Ich will keine Vor-Qualifikation. Die zentrale Durchführung im Sport- und Jugendzentrum mit Unterstützung durch Helfer des TSV Bleidenstadt hat sich bewährt. Zumal die Vorrundenspiele ja in straffer Form abgewickelt werden. Sicher sind die Wartezeiten am letzten Tag nicht optimal. Aber in diesen sauren Apfel müssen die Vereine nun mal beißen.“




Wie ein Familienbetrieb (25.08.2010) - von Max Sprick

FC OESTRICH Die Hausts schmeißen den Laden

Mitte September feiern die Fußballer des FC Oestrich ihr 90-jähriges Bestehen. Gleichzeitig mit dem 25-jährigen Jubiläum ihres in Eigenregie erbauten Vereinsheims. Beinahe wäre es nie zu diesem Festtag gekommen, im vergangenen Winter stand der Rheingauer Traditionsverein kurz vor der Auflösung. Zwei Generalversammlungen waren nötig, um einen neuen Vorstand zu finden und den Spielbetrieb in der Kreisliga C aufrecht zu erhalten. Schlussendlich übernahm Hermann Haust den Posten als Vorsitzender.
Der Name Haust steht seit langem eng verbunden mit dem FCO. Spieler, Trainer und Vorsitzender war er schon. „Es gibt eigentlich keine Position, die ich noch nicht innehatte“, muss er selbst schmunzeln. Verständlich, dass er sich daher um die Zukunft „seines“ FC Oestrich sorgt.
„Wir haben ein großzügig konzipiertes und helles Vereinsheim. Eines der schönsten in der Umgebung“, sagt Haust stolz. Klar, dass sich dann auch ein Haust um die Bewirtung der Sportlerklause kümmert. Nach dem Abschied der langjährigen Betreiber Winkler übernahm Hausts Sohn Pierre diese Aufgabe. Gemeinsam mit Ehefrau Elli, der „guten Seele“ des Sportlerheims, steht er hinter dem Tresen. Neben seinem Posten als Sportlicher Leiter. Typisch Haust eben.
Gemeinsam haben die Hausts einen Traum: „Wir wollen dem Verein und unserem Sportlerheim wieder Glanz verleihen, nicht nur im Ort, sondern auch außerhalb“, sagt Familienvorstand Hermann. Erste Erfolge kann er bereits vermelden. „Im Juli veranstalteten wir in und um das Vereinsheim eine Beachparty, die sehr gut ankam. Während der WM konnte man die Spiele auf einem Beamer schauen.“
Kleine Schritte, die dem Verein neben Einnahmen auch Zuwachs bescheren. „Von G- bis C-Jugend haben wir eigene Jugendmannschaften“, berichtet Haust. Heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Und ein Haust wäre kein Haust, wenn er sich nicht auch um Nachwuchs kümmern würde. Mit Pierre Hausts zweijähriger Tochter steht die Nachfolge der Vereinsheim-Bewirtung schon fest.








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